Orte für Suchende? Potenziale des christlichen Glaubens in den Pflegeschulen der Alexianer für die Persönlichkeitsbildung junger Menschen

Das Verhältnis von jungen Menschen und Kirche befindet sich in einem doppelten Wandel. Einerseits verändert sich die Spiritualität bzw. Religiosität von jungen Menschen (‚Bedürfnisse‘) und andererseits können die bisherigen kirchlichen Aktivitäten für junge Menschen aufgrund des Rückgangs an hauptamtlichem Personal und finanziellen Mitteln teilweise nicht mehr aufrechterhalten werden (‚Angebot‘). Gleichzeitig besteht zumindest kirchenamtlich der Anspruch, dass der christliche Glaube jungen Menschen einen Eigenwert bieten kann und soll.

In diesem Projekt soll daher am Beispiel der Pflegeschulen der Alexianer und ihrer Pflegeschüler*innen der Frage nachgegangen werden, welche religiösen bzw. spirituellen Bedürfnisse junge Menschen haben, in welcher Form christliche Institutionen außerhalb der verfassten Kirche Ressourcen des christlichen Glaubens (Sinn, Orientierung etc.) für junge Menschen anbieten können und was das für die verfasste Kirche bedeuten kann.

Das Projekt befasst sich zum einen mit aktuellen Jugendstudien und aktueller soziologischer, theologischer und psychologischer Forschung hinsichtlich der Persönlichkeitsbildung junger Menschen sowie deren Verortung in Theologie und Kirche. Zum anderen geht es der Frage nach, welche Potenziale die Pflegeschulen christlicher Träger bereit stellen, um jungen Menschen neben der beruflichen Bildung Persönlichkeitsbildung zu ermöglichen. Diesem Anliegen geht das Forschungsvorhaben mit Hilfe qualitativer Interviews mit Schülerinnen und Schülern nach.

 

 

Mitarbeitende

Franzis Niehoff

Klaus Kießling